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Das AT ist für Heute und für Dich!

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Nicht immer wörtlich, aber die dahinter liegende Wahrheiten sind ewig.
– Opfer im AT sind buchstäblich (Opfern eines Tieres) – Opfer im NT sind geistlich (z.B. das Opfer der Lippen)
– Die eigentliche geistliche Hauptbedeutung ist im AT immer angedeutet

„Herr, tue meine Lippen auf,
damit mein Mund dein Lob verkündige!“

(->geistliches Opfer des Lobes)

„Denn an Schlachtopfern hast du kein Wohlgefallen,
sonst wollte ich sie dir geben, Brandopfer gefallen dir nicht.“

(->Es geht Gott nicht um die buchstäblichen Opfer)

„Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist;
Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du o Gott, nicht verachten“ (Ps 51:17-19)

(->So ein „geopfertes“ Herz ist ein geistliches Opfer)

Viele Stellen in der Bibel haben „mehrdimensionale“ Bedeutungen
o 1. Dimension: wortwörtliche/historische Bedeutung
o 2. Dimension: prophetische Bedeutung für Israel/innerhalb des Bundes
o 3. Dimension: geistliche Bedeutung für das „geistliche Israel“ (Gemeinde)
o 4. Dimension: Eschatologische Bedeutung
o 5. Dimension: geistliche Bedeutung für den Einzelnen
o Meine Vermutung: Wir werden im Millennium ebenfalls die Bibel lesen, aber wiederum mit einer ganz anderen Perspektive, vielleicht sogar im Neuen Jerusalem (– reine Spekulation von mir)

Beispiele finden für diese Auslegungsmöglichkeiten finden wir vor allem im NT bei Paulus:
Hagar & Sarah (Galater 4:21-31)
– wortwörtliche Bedeutung: Zwei Frauen von Abraham
– prophetische Bedeutung („bildliche Sinn“ Gal 4:24) : Sinai und Zion – Zwei Berge
– geistliche Bedeutung: Christen sind Kinder von Hagar oder von Sara
– eschatologische Bedeutung: Nahostkonflikt…

Im NT steht klar und deutlich, dass das AT für die Gemeinde geschrieben wurde:
o 1. Kor 10:1-6 + 6 + 11
o 1. Petrus 1:10-12
o Hebr. 4:2
o Gal 3:7 + 29
o Röm 9:6-8
o 2. Tim 3:16
o Lk 24:26f – 44f
o Röm 15:4
o Mt 5:17-18
o Mt 11:13
o Hebr 10:7
o Ps 40:6-8
o 1. Kor 15:46f
o Hebr 8:5
o Hebr 9:23f

Auch im AT wurden Menschen nur aus Glauben gerettet.
Dies steht schwarz auf weiß im NT (Hebr.11, Röm 5). Der Hebräerbrief sagt sogar, dass sie auch das Evangelium gehört haben (Hebr 4:2) und umgekommen sind, weil sie dem Evangelium nicht geglaubt haben. Paulus schreibt, dass sie die gleichen geistlichen Erfahrungen wie wir gemacht haben ( 1. Korinther 10:1-5). Das Lamm war vor Grundlegung der Welt schon geschlachtet. Es ist ein „ewiges“ Opfer, welches in unserer Zeit auf Golgatha für alle sichtbar wurde, aber im Grunde zeitlos ist. Das Wort für „ewig“ bedeutet auch „Vergangenheit und Zukunft zugleich“ oder „außerhalb der Zeit“. Diese Wahrheit finden wir auch im Gottesnamen wieder – bei Gott gibt es nur Gegenwart. Das geschlachtete Lamm musste um der Menschen willen innerhalb der Zeit sichtbar werden, dies geschah auf Golgatha:

„Er war zuvor ersehen vor Grundlegung der Welt, aber wurde offenbar gemacht in den letzten Zeiten um euretwillen“ – 1. Petrus 1:20

Man darf auch Stellen aus dem AT auf sich persönlich anwenden (wenn der Heilige Geist dir diese Stellen lebendig macht, bzw. durch diese Stellen zu dir spricht). Ein sehr prominentes Beispiel dafür ist Georg Müller. Er hat sein gesamtes Glaubenswerk (seine Waisenhäuser), für das (in heutiger Währung) Millionen von Euro benötigen wurden, auf den einen Vers aus Psalm 81 gegründet:

„Tue deinen Mund weit auf, ich will ihn füllen“ – Psalm 81:12b

Er hat diesen Vers sogar aus dem (historischen) Kontext gerissen, denn im ersten Teil heißt es: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten“ (Ps 81:12a).

Georg Müller hat diesen Vers im Glauben für sich persönlich so verstanden, dass Gott ihn mit Geld, Nahrung und allem, was er sonst noch braucht, versorgen will. Dieser Vers war seine Versicherung, dass es der Wille Gottes ist, dass er von Gott alles Geld, was nötig ist, bekommt. Es gibt heute nicht wenig Bibelausleger, die so eine Auslegung verbieten („dieser Vers gilt nur für Israel“). Gott war anscheinend anderer Meinung!

Der Heilige Geist ist der einzige göttliche Lehrer, den wir haben, er wird uns in alle Wahrheit leiten und nicht irgendwelche Auslegungsregeln. Petrus und Paulus halten sich in ihren Predigten im NT nicht an die gängigen Auslegungsregeln, die heute in vielen Bibelschulen gelehrt werden. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen, sagt Jesus. Wenn deine Bibelauslegung keine praktische Frucht in deinem Leben bringt, dann liest du die Bibel nicht richtig. Die Urgemeinde hatte nur das AT und sie hatten unglaubliche Frucht! Wir haben AT und NT und sollten noch größere Frucht haben!

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In der Gegenwart leben

Unsere Theologie ist so ausgerichtet, dass wir entweder in die Vergangenheit schauen oder in die Zukunft. Wir schauen auf Erfahrungen oder Entscheidungen (z.B. unsere Bekehrung zurück) und schauen auf die Zukunft (“später wird alles gut werden”) und dadurch haben wir einen blinden Fleck: Die momentane Gegenwart, unser hier und jetzt.

Gott sagte vor vielen tausend Jahren zu den Israeliten: “Heute, wenn ihr meine Stimme hört, verstockt eure Herzen nicht!” – Der Schreiber des Hebräerbriefes nimmt diese Worte aus der Vergangenheit und hält sie den neutestamentlichen Christen vor: “Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verstockt eure Herzen nicht!“.

Scheinbar gibt es bei Gott nur eine Zeitform: die Gegenwart. Bei Gott ist immer “Heute”. Es ist nicht unbiblisch, auf die Erfahrungen in der Vergangenheit zu schauen oder auf die Hoffnung in der Zukunft, wir sollen das sogar, aber Jesus mahnt uns, dass wir im HEUTE leben müssen: “Sorgt euch nicht um Morgen, den ein jeder Tag hat seine eigene Plage“.

Es besteht die Gefahr, dass wir nur noch in Vergangenheit (eine unheilige Nostalgie) oder in der Zukunft leben und dadurch nicht mehr wirklich “da” sind: dabei ist jeder moment, den wir momentan durchleben, entscheidend und weichenstellend für alles, was “morgen” kommt. Wenn wir unsere Sünden und Mängel im Heute übersehen und uns auf die Zukunft vertrösten, wird es irgendwann ein böses Erwachen geben. Nur wenn ich in der Gegenwart lebe und jetzt in diesem Moment eine Entscheidung treffe, etwas tue, auf die Stimme Gottes höre und jetzt gehorsam bin, wird sich etwas ändern. Ansonsten bin ich in einer Schleife gefangen. Nur wenn ich in Gottes “Heute” lebe, kann Veränderung in meinem Leben geschehen. Zu oft haben wir uns mit einem “Das muss Gott bei mir noch verändern” herausgeredet. Time to get real…

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