Furcht

Glaubensgrundkurs #17 – Freude am Arbeiten

Wieso gehört dieses Thema in einen Glaubensgrundkurs? Weil Gott sehr oft durch faule Christen verunehrt wird, die zwar fromm reden, aber im Alltag schlechte Arbeiter sind, ihren Arbeitgeber missachten und so dafür sorgen, dass der Name Gottes verlästert wird (1. Tim 6:1).

Gott hat dem Menschen schon vor dem Sündenfall Arbeit im Paradies gegeben (1. Mo 2:15) und es wird auch später “im Himmel” etwas zu tun geben. Aber erst durch den Sündenfall wurde die Arbeit anstrengend und mühsam (1. Mo 3:17-19+23, 1 Mo 5:29), Gott hat einen Fluch ausgesprochen. Jedem, dem die Arbeit keinen Spaß macht und für den Arbeit etwas schreckliches ist, der steht unter diesem Fluch. Bei manchen Menschen ist dieser Fluch sogar noch heftiger, wie zum Beispiel bei Kain: Sie werden arbeiten und sie werden den Lohn der Arbeit nicht genießen können (1. Mo 4:12). Gehört man zu diesen Menschen, die so etwas erleben, so sollte man zuerst meinen Artikel über den “Fluch der Heimatlosigkeit” lesen.

Wie kann Jesus unsere Arbeit “erlösen”, oder anders gesagt, angenehm machen? Ich habe lange für mich selber danach gesucht, denn für mich war Arbeit immer eine schreckliche Pflicht, die ich verabscheute. Diese Einstellung habe ich in der Schule bekommen, ich habe sie mit ins Studium übertragen und letztendlich auf meine Arbeitsstelle. Aber Gott hat mich davon frei gemacht. Mir ist aufgefallen, dass es Menschen gibt, die bestimmte Arbeiten sehr gerne machen, die ich überhaupt nicht gerne mache. Einige lösen gerne komplizierte Probleme, andere ziehen lieber praktische Arbeit vor. Das zeigt, dass es nicht die Arbeit an sich ist, die “schrecklich” ist – sonst würden wir alle das gleiche schrecklich finden. Aber jeder findet andere Arbeiten schrecklich.

Dies liegt vor allem an unserer Einstellung zur Arbeit. Mein Studium war für mich teilweise die Hölle und hat mir kein Spaß gemacht. Mein Referendariat war dagegen – im Gegensatz zu den meisten anderen Lehramtsanwärtern – gar keine schreckliche Erfahrung. Der Hauptgrund dafür war meine Angst. Zu Beginn meines Referendariats fing Gott an, mich darüber zu lehren, wie man von Angst frei wird und ich war im Gehorsam und es hat funktioniert (Mehr dazu gibt es im Artikel “Von Furcht frei werden“). Nachdem ich das gelernt hatte, hat sich viel verändert, aber es war immer noch nicht so, dass die Arbeit mir Freude gemacht hat. Dafür war noch mehr Veränderung nötig.

Das erste, was ich lernte, war dass alles, was ich nicht gewissenhaft erledige, mich früher oder später belasten wird und mir meine Arbeit schrecklich machen wird. Ich bin meinen Vorgesetzten manchmal aus dem Weg gegangen und als mir das bewusst wurde, merkte ich, dass es daran liegt, dass ich meine Aufgaben nicht gewissenhaft erledigt habe, sondern sie immer aufgeschoben habe. Jeder der so etwas tut, ehrt seine Vorgesetzten nicht, macht ihnen dadurch die Arbeit schwer und sollte sich deshalb bei ihnen entschuldigen.

Danach habe ich folgendes gelernt: Meine Einstellung und meine Gedanken, die ich über die Arbeit habe, bestimmen, wie angenehm oder unangenehm ich die Arbeit empfinden werde. Daraufhin beschloss ich, keine negativen Gedanken mehr zuzulassen, bzw. diese gemäß 2. Kor 10:5 gefangen zu nehmen. Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass jeder Dienst oder jede Arbeit, die ich “verachte” oder nicht “schätze”, mir unangenehm oder sogar ekelhaft wird. Daraufhin entschloss ich mich, jede Arbeit zu “ehren”. Ich wusste, dass Gott von mir verlangt, jeden Menschen zu ehren. Wenn ich einen Menschen nicht ehre, sondern ihn richte oder verurteile und kritisiere, dann wird der Mensch mir unangenehm. Genauso ist es auch mit Dingen wie Arbeit. Wenn ich die Arbeit nicht schätze oder ehre, dann wird sie mir unangenehm.

Mose ermahnt Korah und seine rebellische Bande, sie waren unzufrieden mit ihrer Arbeit und Gott sagt ihnen durch Mose, warum sie unzufrieden waren: Sie haben den Dienst (die Arbeit), den Gott ihnen gegeben hat, nicht geschätzt, nicht geachtet, sondern verachtet (4. Mo 16:1-11). Eine Herzenshaltung, die jede Arbeit schätzt, ehrt und liebt, und alle negativen Gedanken gefangen nimmt, ist das Geheimnis, was meine Arbeit von dem Fluch erlöst hat. Genau dies steht auch so in der Bibel:

Alle diese Flüche werden über dich kommen, …weil du dem HERRN, deinem Gott, nicht gedient hast mit fröhlichem und gutwilligem Herzen (5. Mo 28:44+47)

Dient dem Herrn mit Freuden, sagt David (Psalm 100:2) und das Wort für “dienen” kann auch genausogut mit “Arbeit” übersetzt werden, es wird in den ersten Kapiteln der Bibel mit “den Acker bebauen” übersetzt. Alles was ihr tut, das tut zur Ehre Gottes, ob ihr esst oder trinkt oder sonst etwas tut, sagt Paulus den Korinthern. Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, sollte sich meine Predigt dazu anschauen.

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Wie werde ich frei von Furcht?

1) Was ist Furcht? Ich muss wissen, wogegen ich kämpfe. Furcht manifestiert sich als Gedanke und auch als Gefühl, ist aber ein Geist (2. Tim 1:7, Röm 8:15). Durch diesen Geist manipuliert uns der Teufel (Hebr 2,15), er bringt uns in Knechtschaft/Sklaverei (Röm 8:15).

Entweder haben wir Liebe, Kraft, gesunden Verstand (2. Tim1:7) und Freiheit (Röm 8:15) oder wir haben Angst, Schwachheit, Verwirrung/Dummheit (2. Tim 1:7) und Qual/Strafe (1. Joh 4:18). Wenn ich weiß, dass Furcht ein Geist ist, dann weiß ich auch, wie ich dagegen kämpfen kann.

2) Der Kampf und die Befreiung. Die Hauptbedingung ist: Ich muss die Furcht hassen. Solange ich Furcht nicht so sehe, wie Gott es sieht (als etwas Schreckliches, als schlimme Sünde, die mich und andere zerstört und ansteckend ist), kann ich nicht frei werden.

Gehen auch zwei miteinander, ohne dass sie übereingekommen sind? (Amos 3:3)

Diese Übereinstimmung mit der Furcht muss gebrochen werden. In der Bibel werden wir mehr als 344-mal davor gewarnt, dass wir uns nicht fürchten sollen und uns keine Sorgen machen sollen. Das Wort Gottes ist sehr deutlich und lässt uns keine Ausrede.

2.1 Der einfache Fall
Einfach ist die Sache, wenn ich genau weiß, wann und wie ich der Furcht Raum in mir gegeben habe, bzw. wie ich mit ihr übereingestimmt habe. Das Annehmen/Übereinstimmen eines Gedankens der Furcht reicht aus um sich mit Furcht zu identifizieren – wenn ich dann konkret Buße dafür tue und dann mit der Autorität, die ich im Namen Jesu habe direkt die Furcht anspreche und ihr befehle, zu gehen, dann wird die Furcht mich verlassen.

2.2 Der schwierige Fall
Wenn ich allerdings von klein auf mit Furcht aufgewachsen bin, wenn ich niemals gelernt habe, mein Gedankenleben und meine Vorstellungskraft zu disziplinieren, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Furcht zu einem Teil meiner Persönlichkeit geworden ist und sehr tief in meiner Seele verwurzelt ist. Paulus erklärt dies in Römer 7 und Jakobus in Jak 1:13-15.

Wenn ich die Gedanken, die der Geist der Furcht mir eingibt als „meine eigenen Gedanken“ ansehe oder wenn ich von „meinen Ängsten“ rede, dann ist das ein Beweis dafür, denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund (Mat 12:34, Lukas 6:45). Hier reicht ein Gebet nicht aus, denn ich habe einen Lebensstil/Gewohnheiten entwickelt, die ständig der Furcht eine offene Tür geben.

3) Zusammenfassung
Übereinstimmung brechen: Wir müssen Furcht als Sünde sehen und hassen und jede Übereinstimmung brechen (=jedesmal, wenn wir mit Furcht übereingestimmt haben, sofort Buße tun und die Übereinstimmung brechen)

Gedanken disziplinieren: Wir müssen lernen, jeden Gedanken, der gegen Christus ist, gefangen zu nehmen. Unser Kampf ist im Kopf und im Verstand, nicht gegen Fleisch und Blut (2. Kor 10:3-5). Wir können nur an eine Sache gleichzeitig denken – entweder denken wir etwas, was mit dem Wort Gottes übereinstimmt oder wir denken etwas, was mit dem Bösen übereinstimmt. Deswegen sagt die Bibel uns sehr oft, dass bewusst wir an gute, gottgefällige Dinge denken sollen (Philipper 4:8). Wir haben einen Willen und wir können entscheiden, was wir denken.

Vorstellungskraft disziplinieren: Ebenso verhält es sich mit unserer Vorstellungskraft. Mose „hielt sich an den unsichtbaren, als sähe er ihn“ (Hebr 11:27). David hat so etwas sehr oft getan: „Ich habe den Herrn allezeit vor Augen“ (Psalm 16:8). Wenn wir unsere Vorstellungskraft nicht disziplinieren, werden wir Tagträumer sein und alle möglichen schmutzigen Fantasien denken, die der Teufel uns eingibt, ohne dass wir uns dagegen wehren.

Passivität in diesen beiden Bereichen wird uns zu Sklaven der Sünde machen (Röm 6:16)

Lieben: Wir müssen uns entscheiden, zu lieben, denn die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. In 1.Joh 4:16 steht, dass Liebe „erkannt“ und „geglaubt“ werden muss. Wir müssen glauben, dass wir von Gott geliebt sind, aber dies reicht nicht aus, wir müssen es auch erfahren/erleben/spüren.

Mehr dazu in meinen Predigten über Furcht und dem Glaubensgrundkurs #16 – Furcht überwinden.

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Der Zusammenhang von Glaube und Furcht

Die Feiglinge [gr.: deilos, “die voller Furcht sind”] und die Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner – ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod. ~ Offb 21:8

Menschen, die voller Furcht sind, werden in einen Topf mit Ungläubigen, Mördern und Zauberern geworfen und für Sie hat Gott einen ganz bestimmten Platz reserviert.

Während er noch redet, kommt jemand vom Synagogenvorsteher und spricht zu ihm: Deine Tochter ist gestorben, bemühe den Meister nicht! Da es aber Jesus hörte, antwortete er ihm und sprach: Fürchte dich nicht; glaube nur, so wird sie gerettet werden ~ Luk_8:49-50

Entweder glauben wir oder wir fürchten uns. Entweder haben wir Glauben oder wir haben Furcht.

Da sprach er zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf und befahl den Winden und dem See; und es entstand eine große Stille. ~ Mat_8:26

Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr [so] furchtsam? Wie, habt ihr keinen Glauben? ~ Mar_4:40

Dieser Vers macht es absolut klar: Glaube und Furcht schließen sich gegenseitig aus!

Durch Glauben wurde Mose nach seiner Geburt von seinen Eltern drei Monate lang verborgen gehalten, weil sie sahen, dass er ein schönes Kind war; und sie fürchteten das Gebot des Königs nicht ~ Hebräer 11:23

Weil Moses Eltern Glauben (gr.: „pistis“ Faith) hatten, fürchteten sie sich nicht. Habe ich Glauben, dann habe ich keine Furcht. Habe ich Furcht, dann habe ich keinen Glauben. An meiner Furcht erkenne ich, ob ich wirklich Glauben habe.

Durch Glauben verließ er Ägypten, ohne die Wut des Königs zu fürchten, denn er hielt sich an den Unsichtbaren, als sähe er ihn
Weil Moses Glauben hatte, fürchtete er sich nicht. ~ Hebräer 11:27

Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von Ägypten zu ihnen gesagt hatte, und erhielten die Knäblein am Leben. ~ Exo 1:17

Man gehorcht immer dem, den man fürchtet. Fürchten wir Gott, werden wir Ihm gehorchen. Fürchten wir dagegen den Teufel und den Rest der Welt, werden wir Gott immer ungehorsam sein. In jedem Bereich wo wir ungehorsam sind, fürchten wir Gott nicht, in jedem Bereich wo wir gehorsam sind, fürchten wir Gott. In jedem Bereich, wo wir Angst haben, gehorchen wir dem Teufel und fürchten die Welt, in jedem Bereich, wo wir keine Angst haben, gehorchen wir Gott und glauben ihm mehr als dem Teufel und den Umständen des Lebens.

Nach diesen Dingen geschah das Wort Jahwes zu Abram in einem Gesicht also: Fürchte dich nicht, Abram; ich bin dir ein Schild, dein sehr großer Lohn. ~ Gen 15:1

Abraham ist bekannt als ein Mann des Glaubens – aber er musste die Angst überwinden um ein Mann des Glaubens zu werden.

Und Jahwe erschien ihm in selbiger Nacht und sprach: Ich bin der Gott Abrahams, deines Vaters; fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir, und ich werde dich segnen und deinen Samen mehren um Abrahams, meines Knechtes, willen. ~ Gen 26:24

Gott sagt an dieser Stelle nicht „glaube mir und ich werde dich segnen“, Gott sagt „Fürchte dich nicht, ich werde dich segnen“. Es ist im Grunde dasselbe.

Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sprachen: Wir können nicht hinaufziehen gegen das Volk, denn es ist stärker als wir! … Wir sahen dort auch Riesen, Söhne Enaks aus dem Riesengeschlecht, und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und ebenso waren wir auch in ihren Augen! Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in der Nacht. ~ 4. Mose 13:31 – 14:10

Das ist Furcht, gepaart mit Selbstmitleid. Viele von uns versündigen sich, wenn sie Menschen trösten wollen, die in Furcht und Selbstmitleid sind und werde so ihrer Sünde teilhaftig.

Und die Kinder Israels murrten gegen Mose und Aaron; und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: Ach, dass wir doch im Land Ägypten gestorben wären, oder noch in dieser Wüste sterben würden! ~ 4. Mose 13:31 – 14:10

Obwohl nur 10 Leute voller Furcht waren, war bereits in kürzester Zeit die gesamte Gemeinde angesteckt und voller Furcht und sie waren sich einig. Gott erfüllt ihnen kurz darauf ihren Herzenswunsch und lässt sie in der Wüste sterben. (Psalm 21:2, Psalm 37:4, Jeremia 17:10, Hesekiel 14:4, 4.Mose 14:28 – Ich will genauso an euch handeln, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt…)

Und warum führt der Herr uns in dieses Land, dass wir durch das Schwert fallen, und dass unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zum Raub werden? Ist es nicht besser für uns, wenn wir wieder nach Ägypten zurückkehren? Und sie sprachen zueinander: Wir wollen uns selbst einen Anführer geben und wieder nach Ägypten zurückkehren! …Da sagte die ganze Gemeinde, dass man sie steinigen sollte ~ 4. Mose 13:31 – 14:10

Außer Josua, Mose, Aaron und Kaleb sind alle voller Angst, Unglaube, Selbstmitleid, Rebellion, Anklage und sogar Mord (Vers 10). Es ist nicht ohne Grund, dass Gott Furcht und Mord in einen Topf wirft (Offb 21:9).

Seid nur nicht widerspenstig (rebellisch) gegen den HERRN und fürchtet euch nicht vor den Bewohnern des Landes; denn wir werden sie verschlingen wie Brot. Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, mit uns aber ist der HERR; fürchtet euch nicht. ~ 4. Mose 14:9

Josua und Kaleb hatten Glauben, deswegen hatten sie auch keine Furcht, keine Rebellion, keine Anklage, keine Unzufriedenheit, keinen Mord und kein Selbstmitleid

Deshalb, wie der Heilige Geist spricht: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung (Verbitterung, Rebellion), am Tag der Versuchung (Prüfung, Tests) in der Wüste…“ ~ Hebräer 3:7-19

Ohne den Test, ohne Prüfung sind die Dinge nichts Wert. Alle Schüler wissen das – erst wenn Sie die Prüfung bestanden haben, dann erst sind ihre Leistungen gültig. Es gibt Lernsituationen und Prüfungssituationen. Dies war der Tag der Prüfung/Versuchung. Für uns werden solche Tage der Versuchung kommen und solange diese Tage noch nicht da sind, können wir Fehler machen und aus unseren Fehlern lernen. Aber wenn wir am Tag der Versuchung einen Fehler machen, wird der sehr schwere und weitreichende Konsequenzen haben.

…wo mich eure Väter versuchten; sie prüften mich und sahen meine Werke 40 Jahre lang. ~ Hebräer 3:7-19

Gott hat Ihnen 40 Jahre gegeben, um für den Tag der Prüfung zu lernen. Sie haben seine Werke gesehen, aber ihr Herz hat sich nicht ein bisschen Gott zugewandt und ist kein Stück weicher geworden. 40 Jahre lang haben sie Gott provoziert und er hat so lange Geduld mit ihnen gehabt. Dann war Schluss. Wir haben auch Leute unter uns, die seit 3 Jahren sehen, was Gott tut, wie Menschen von Dämonen befreit werden und ein total verändertes Leben haben und trotzdem glauben sie nicht an die unsichtbare Welt und zweifeln an allem. So ein Verhalten provoziert Gott und ich habe keine Ahnung, wie lange er mit uns geduldig sein wird. Wir haben unter uns immer noch Leute, die völlig passiv in Bezug auf ihre Angst sind und sich nicht gegen Gedanken der Angst wehren.

Darum wurde ich zornig über jenes Geschlecht und sprach: Immer gehen sie in ihrem Herzen in die Irre, und sie haben meine Wege nicht erkannt, so dass ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen!” Habt acht, ihr Brüder, dass nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen! Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es „Heute“ heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde! …Und wir sehen dass sie nicht eingehen konnten wegen des Unglaubens (oder ihrer Furcht vor den Riesen…) ~ Hebräer 3:7-19

Unglaube und Furcht sind absolut austauschbar. Solange wir Furcht haben, provozieren wir Gott und wir werden letzten Endes so enden wie das Volk in der Wüste. Gott hasst Furcht und Unglauben und für ihn ist es ein böses Herz (das Anklage, Selbstmitleid, Rebellion, Bitterkeit und Mord verursacht). Wann werden wir anfangen, die Furcht zu hassen und aufhören sie zu verharmlosen? Wann werden wir anfangen, Unglaube zu hassen und zu verharmlosen oder zu entschuldigen?

Wie man von Furcht frei wird, wird im Glaubensgrundkurs #16 und im Artikel “Frei werden von Furcht” erklärt.

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Glaubensgrundkurs #16 – FURCHT ÜBERWINDEN

Was ist Furcht? Was sagt die Bibel? Ein Gefühl? Ein Gedanke? Furcht zeigt sich sowohl in Gefühlen, als auch in Gedanken, aber die Bibel sagt, dass Furcht nicht von Gott kommt und das Furcht ein Geist/Dämon ist: „Gott hat euch nicht einen Geist der Furcht gegeben…“ (2. Tim 1:7) und „Ein Geist der Knechtschaft, dass ihr euch fürchten müsst“ (Röm 8:15). Paulus sagt zweimal, dass wir solche Geister nicht von Gott bekommen haben, also wird das sehr deutlich, von wem diese Geister kommen.

Gott ist Liebe (1. Joh 4:8), in der Liebe ist keine Furcht (1. Joh 4:18) und die vollkommene Liebe treibt alle Furcht aus. Dies macht klar, woher Furcht kommt – Furcht kann nicht von Gott kommen, Furcht ist ein Geist, der nicht von Gott kommt, sondern vom Teufel. Von Gott kommt dagegen das Gegenteil von Furcht und das ist Liebe.

Warum müssen wir von Furcht frei werden? Wir wollen nicht von einem dämonischen Geist beeinflusst/gesteuert werden:

Hebr 2:15 „Und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben lang hindurch in Knechtschaft gehalten wurden“

Röm 8:15 „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsst, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen von Gott dem Vater“

Hier steht, dass ein Geist der Knechtschaft bewirkt, dass wir uns fürchten.

Röm 6:16 „Wisst ihr nicht: Wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müsst ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?“ –

Der Teufel manipuliert uns durch Furcht. Furcht macht uns zu Sklaven. (z.B. Was werden die anderen denken? – das ist ein Beispiel, wie der Teufel uns durch Furcht manipuliert).

Wir wollen lieben und echte Beziehungen haben – Furcht macht dies unmöglich. Jeder der voller Angst/Furcht ist, kann nicht lieben, weil dies zwei Gegensätze sind. Wo Liebe ist, da ist für Furcht kein Platz und wo Furcht ist, da ist keine echte Liebe. Dies gilt vor allem für Beziehungen. Wenn Eltern Angst und Sorgen um ihre Kinder haben, dann können sie ihre Kinder nicht mit der vollkommenen Liebe lieben.

Wir wollen Gott lieben und eine Beziehung zu Gott haben – Furcht macht dies unmöglich. Dasselbe gilt auch für unsere Beziehung zu Gott.

Furcht ist Unglaube. Furcht ist Glaube an das, was der Teufel kann anstatt an das, was Gott sagt und wenn ich Furcht habe, kann ich nicht glauben. Als die Kundschafter vom verheißenen Land zurückkamen, waren sie voller Furcht und deswegen konnten sie nicht glauben, dass Gott ihnen den Sieg schenken wird. Gott nennt diese Herzenshaltung ein „verstocktes, böses, ungläubiges Herz“, das bewirken wird, dass wir „vom lebendigen Gott abfallen“ (Hebr 3:8-12 und 4. Mose 13).

Furcht ist Sünde. In der Bibel finden wir mehr als 344-mal die Aufforderung, dass wir uns nicht fürchten sollen und uns keine Sorgen machen sollen. Sich sorgen machen ist dasselbe wie Furcht. Sehr oft benutzen wir die Furcht als Entschuldigung oder Ausrede und sagen „Ich bin halt so“. Gott sagt dagegen: „Sorgt euch um nichts“ (Phil 4:8).

Furcht ist ansteckend. Jemand der Angst hatte, dem erlaubte Gott nicht in den Krieg ziehen. Wenn wir voller Angst sind, wird Gott uns nicht erlauben, in den geistlichen Krieg zu ziehen (5. Mose 20:8).

Furcht ist ein Fluch und bewirkt, das weitere Flüche über unser Leben kommen (Hiob 3:25, außerdem 5. Mose 28:66)

Furcht bewirkt, dass wir unsere Begabungen verstecken (Mt 25:25). Untersuchungen zeigen, dass die Gedanken und Gefühle der Furcht bewirken, dass unser Gehirn Stoffe ausschüttet, die unser Denken blockieren (Dr. Caroline Leaf, Who Switched Off Your Brain) und dass diese Blockaden physischer Natur sind und Auswirkungen auf unseren Stoffwechsel und unsere Gesundheit haben. Paulus schreibt, dass wir entweder einen Geist der Furcht haben oder einen „Geist des gesunden Verstandes“ (wörtliche Übersetzung, im deutschen „Besonnenheit“, siehe 2. Tim 1:7).

Deswegen haben wir „Lampenfieber“, oder „Blackouts“ bei Prüfungen, deswegen fangen wir an, in Stresssituationen zu schwitzen und deswegen können wir uns oft nicht an das erinnern, was wir zuvor gelernt oder gehört haben. Furcht blockiert unser Denken.

Wie kommen wir aus der Sklaverei der Furcht heraus? Wir kommen zur Wahrheit und realisieren, dass unsere Eltern uns nicht in Liebe aufgezogen haben, wir sehen ein, dass dies Sünde ist und dann vergeben wir ihnen (wir können nur dann vergeben, wenn wir erkennen, dass es Sünde ist, solange wir dass nicht erkennen, ist keine Vergebung möglich).

Wir bitten um Vergebung, dass wir unsere Eltern für ihre Fehler und Sünden gerichtet haben und bitten Gott, dass er alle Auswirkungen unseres Richtens rückgängig macht.

Wir widerrufen die Lüge, die wir empfangen haben, dass Gott so ist wie unsere Eltern

Wir kommen zur Wahrheit und glauben, dass Angst Sünde ist. Deswegen bitten wir um Vergebung, dass wir gesündigt haben. Wir bitten um Vergebung, dass wir die Angst zugelassen haben (meistens durch unsere Gedanken, wir haben ein unkotrolliertes, undiszipliniertes Gedankenleben, Tagträumereien, Vorstellungen, usw.).

Wir brechen alle gottlosen Seelenverbindungen zu Eltern, Bekannten, Freunden. Jede Beziehung, die mich daran hindert, Gott zu gehorchen, ist eine ungöttliche Seelenverbindung, die der Teufel ausnutzen wird. Durch diese Seelenverbindungen kommt die Menschenfurcht in unser Leben (Was wird Person XY denken?).

Wir bitten Gott, unser Gewissen und unsere Erinnerungen zu reinigen von aller Beschmutzung und wir bitten ihn, dass er in alle Bereiche unseres Lebens mit seiner vollkommenen Liebe hineinkommt, vor allem da, wo wir verletzt sind.

Wir sprechen direkt zu der Furcht und befehlen ihr, im Namen Jesus zu gehen. Diesen Schritt können wir erst dann machen, wenn alle Übereinstimmung in uns mit der Furcht gebrochen ist. Wir brechen die Übereinstimmung, indem wir zur Wahrheit kommen, es bekennen und Buße tun. Dann befehlen wir der Furcht im Namen Jesu zu gehen.

Wie bleiben wir frei von Furcht? Gedanken sind der Hauptweg, durch den Angst in unser Leben hineinkommt. Der Geist der Furcht und der Geist der Knechtschaft versucht durch Gedanken uns mit Furcht zu infizieren. Wenn wir diese Gedanken nicht gefangen nehmen (2. Kor 10:3-5) dann werden wir uns immer wieder mit Sorgen und Angst anstecken. Um von der Furcht frei zu bleiben, müssen wir jeden Gedanken der Sorge und der Furcht gefangen nehmen. Wir können das tun, indem wir direkt zu den Gedanken sprechen und ihne im Namen Jesu befehlen zu gehen oder indem wir zu ihnen sagen „Ich binde dich im Namen Jesu“ oder „Ich nehme diesen Gedanken gefangen“.

Dies funktioniert manchmal nicht, wenn wir von zu vielen Gedanken auf einmal überwältigt werden – dann ist es der bessere Weg, anzufangen Gott zu preisen und zu loben. Unser Gehirn ist so geschaffen, dass es nur ein Gedanken auf einmal verarbeiten kann. Solange wir an etwas Gutes denken, können wir nicht gleichzeitig einen Gedanken der Furcht denken.

Wenn in uns Gefühle der Angst hochkommen, dann stellen wir uns einfach vor, wie Christus in uns dieser Angst gegenübertritt. Als Christus aus dem Grab herauskam, da fielen alle Soldaten, die das Grab bewachen sollten, wie tot um. Stell dir vor, dass Christus in dir aus deinem Herzen hervorkommt und der Angst direkt ins Auge schaut und dann sieh, wie die Angst tot umfällt oder vor Christus wegläuft. Angst hat keine Chance gegen die vollkommene Liebe.

Wenn wir bisher unser ganzes Leben lang unsere Gedanken nicht im Griff hatten, dann kann es ein sehr harter Kampf werden, bis wir unser Gedankenleben im Griff haben, wir dürfen nicht aufgeben. Es wird mit der Zeit einfacher werden. Wir dürfen niemals vergessen, dass Christus in uns stärker ist als der Teufel. Christus ist in uns, wenn wir wiedergeboren sind und er umgibt uns von allen Seiten (Psalm 139:5). Wir müssen glauben, dass er da ist und uns belohnen wird (Hebr. 11:6)

Wir sind schnell bereit, unsere Sünden zu bekennen. Johannes schreibt, dass uns durch das Bekennen von Sünden nicht nur vergeben wird, sondern dass wir auch gereinigt werden. Wir bekennen es sofort, wenn wir gesündigt haben, indem wir Gedanken der Furcht zugelassen haben. Auf diese Weise behalten wir ein reines Herz und der Teufel verliert seine Macht über uns, die er durch unbekannte Sünde sonst hat.

Eine aktualisierte Fassung, mit einigen weiteren Aspekten, gibt es im Artikel “Wie werde ich frei von Furcht“.

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