Christliche Lehre

Ed Miller – Geistliche Kampfführung und Erweckung

Bei der Erweckung in Argentinien, in den 50/60er Jahren geschahen einige ganz besondere Ereignisse. Bevor Gott Tommy Hicks sandte und die Evangelisationsveranstaltungen in den riesigen Stadien begannen (wo sich Hunderttausende bekehrten), manifestierte sich die Gegenwart Gottes so gewaltig in der Bibelschule von Ed Miller, dass die gesamte Bibelschule inklusive Lehrer mehrere Wochen lang Buße für ihre Sünden und vor allem für ihre verkehrten Herzenseinstellungen tat. Nach einigen Wochen kam eine kleine Veränderung hinein und die Bibelschule begann Buße zu tun für die Sünden Argentiniens. Dabei wurden so viele Tränen vergossen, dass sich täglich mehr als 5cm tiefe Pfützen auf dem Betonboden bildeten. Eine Bibelschülerin, die sich weigerte, ihre Sünden ans Licht zu bringen, packte noch in der ersten Nacht ihre Koffer und verschwand und wurde nie wieder gesehen.

Nach einigen Monaten kam das Wort des Herrn durch eine prophetische Äußerung und es lautete:

“WEINT NICHT MEHR, DENN DER LÖWE DES STAMMES JUDA HAT ÜBERWUNDEN. ICH HABE DEN FÜRST VON ARGENTINIEN BESIEGT”.

Nach diesem Wort versiegten alle Tränen und alle konnten nur noch Gott für den Sieg preisen. Ed Miller schreibt in seinem Buch “Secrets of the Argentine Revival” auf Seite 20 dazu folgendes:

Wieso Argentinien? Was hatten wir getan um den herrschenden Geistern eine Niederlage zu bringen? Wir sind NICHT in einen offen geistlichen Kampf mit den Mächten der Finsternis getreten. Wir haben diese Mächte nicht offen angegriffen oder überhaupt darüber nachgedacht, diese Mächte zurechtzuweisen. Wir haben nicht gegen den starken Mann gekämpft und ihn gebunden. Der Sieg war nicht das Ergebnis davon, dass wir stärker wurden als der Starke. Nur Jesus ist stärker als der mächtige Fürst des Bösen und allein fähig ihn zu überwinden. Solche Dinge hatten wir nicht im Sinn. Wir haben überhaupt nicht bewusst gegen geistliche Mächte gekämpft.

In Büchern und Webseiten, in denen über diese Erweckung berichtet wird, wird anschließend oft die Schlussfolgerung gezogen, dass man einen offenen Kampf mit diesen Mächten beginnen muss. Das widerspricht total dem, was Ed Miller (Gottes Hauptwerkzeug in dieser Erweckung) dazu schreibt. Ed Miller hat selber gesagt, dass alle, die nachher über diese Erweckung geschrieben haben, die geistliche Bedeutung der heftigen Buße übersehen haben. Er schreibt weiter (S.20):

Wieso hat der Herr für Argentinien gekämpft und den Prinz von Argentinien überwunden? Stück für Stück wurden mir die göttlichen Prinzipien hinter diesen Dingen offenbart, als ich darüber nachdachte. Das Grundprinzip der Vollmacht über das Böse ist, dass die Kraft Satans über einen Menschen oder über viele Menschen, in der Sünde liegt.

Dies deckt sich absolut mit meinen Erfahrungen, die ich gemacht habe und immer noch mache. Wenn Menschen frei werden wollen, dann geschieht dies nicht in erster Linie durch Befehlen und Gebieten, sondern zuerst in einem Sündenbekenntnis, in Überführung und Vergebung. Wo Menschen sich demütigen, da gibt Gott Gnade, da werden die Mächte der Finsternis besiegt. Die größte Niederlage hat der Teufel am Kreuz bekommen, dies war nach Philipper 2 die größte Demütigung, die je in der Geschichte der Menschheit geschehen ist: Gottes Sohn demütigt sich, gibt seine Herrlichkeit auf, wird ein Mensch und lässt sich von den Geschöpfen, die er geschaffen hat, in unschuldig und in ungerechter Weise foltern und umbringen. Das hat den Teufel entmachtet und wo immer dies in die Tat umgesetzt wird, wo immer sich Menschen demütigen, ihre Sünden ans Licht bringen und vor Menschen bekennen, anderen Menschen vergeben, da wird dieser Sieg im Leben gegenwärtig und in die Tat umgesetzt, Menschen werden von Sünden und Bindungen frei, die sie jahrelang nicht aufgeben konnten, ja sie werden von den Einflüssen dämonischer Mächte frei, sogar Depressionen und Süchte müssen gehen. Überall, wo unbekannte und verborgene Sünde vorhanden ist, in dem Bereich hat der Teufel Macht über den Menschen. Ed Miller schreibt weiter in diesem Zusammenhang (immer noch S.20):

Sünde bedeutet, man entscheidet sich dem Teufel zu gehorchen und seine Herrschaft anzuerkennen, gleichzeitig ist es die Ablehnung der Herrschaft Jesu, des KÖnigs der Gerechtigkeit. Im Garten Eden hatte Satan keine Macht über den Menschen bis er Adam dazu bringen konnte, Gott ungehorsam zu sein und der Schlange zu gehorchen. Von dieser Zeit an wird der Mensch beherrscht, aber es ist ihm erlaubt, sich seinen Herrscher auszusuchen. Gehorsam gegenüber Sünde entweder vom Einzelnen oder von einer Regierung, gibt dem König des Bösen Authorität.

Wie sieht dann die Lösung aus? Ich merke immer wieder, wie viele Christen in Panik geraten, wenn es um Buße, Überführung und Sünden bekennen geht. Sie denken dann, sie müssten selber nach Sünden suchen, sich an ihre Vergangenheit erinnern usw. Das ist alles vom Teufel. So etwas nennt sich Selbstanalyse und bringt nur Verdammnis und Depression. Ed Miller schreibt über die Lösung (S.20 – 21):

Deshalb, wenn ein Einzelner durch die Kraft des Heiligen Geistes in die Buße und in Zurückweisen der Sünde, in eine Ablehnung der Herrschaft der Sünde und der Mächte der Finsternis geführt werden kann, dann ist die Herrschaft der Fürsten des Bösen in der richtigen Weise gebrochen.

Es ist die Aufgabe des Heiligen Geistes, uns von Sünden zu überführen. Deshalb ist der Heilige Geist auch auf die Erde gekommen. Der Heilige Geist erinnert uns, wir müssen nicht in unser Vergangenheit kramen. Ed Miller schreibt weiter über Buße (S.21):

Je tiefer die Buße, umso intensiver ist die Zurückweisung der Sünde und der Hass gegen die Sünde und im gleichen Maße wird die Kraft und Authorität, die ein Fürst des Bösen über eine Person hat, abnehmen. Gott brachte 50 Argentinier zum Bibelinstitut in der Stadt City Bell. Er brachte diese Menschen in eine ungeheuer intensive Buße und in eine herzensgefühlte Ablehnung und Zurückweisung des Bösen und des Teufels. Deshalb konnte Christus in seiner ewigen Gerechtigkeit zu Satan sagen: Siehe, ich habe 50 Menschen, die dich und deine Herrschaft aufs äußerste abgelehnt und zurückgewiesen haben und sich entschieden haben, mich als ihren König zu erwählen. Für diese 50, die sich für Gerechtigkeit entschieden haben will ich die ganze Nation verschonen. So wie ich die Loyalität von 50 gewonnen habe, werde ich die Loyalität von Tausenden gewinnen in dieser Nation, die deine Herrschaft zurückweisen werden und sich von ganzem Herzen für das Königreich der Gerechtigkeit entscheiden werden..

Es war wie das Fürbittegebet, welches Abraham für Sodom tat. Abraham bat um Barmherzigkeit für Sodom für 50, dann für 40, zuletzt für 10 Gerechte. Gott antwortete ihm, dass wenn 10 Gerechte in der Stadt gefunden würden, er die Stadt verschonen würde.

Und dies wird für alle Zeiten Gottes Prinzip für echte Erweckung sein, nämlich tiefe Buße, eine Herzensumkehr im Innersten, mit Tränen und Zerbrochenheit, wie es damals in City Bell und in vielen anderen Erweckungen geschah. Es waren alles wiedergeborene Christen, die damals Buße taten. Ed Miller schreibt weiter:

Der wahre Ursprung der Erweckung in Argentinien und die Zurückweisung des Königreich des Bösen kam durch die tiefe und ernsthafte Buße der ernsthaften Sucher. Dadurch wurde die mächtige Erweckung in Argentinien ausgelöst

Quelle: Alle zitierten Textpassagen sind aus Ed Millers Buch “Secrets of the Argentine Revival” und von mir selber übersetzt.

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+ Die Erweckung in Argentinien und ihre Lektionen
+ Predigt von Ed Miller über Selbstmitleid und Liebe
+ Predigten von Ed Miller über die Reinigung des Leprakranken und Heiligung

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Glaubensgrundkurs #13 – DAS PROBLEM DES GEISTLICHEN HERZENS

Ich möchte kurz ein paar Bibelverse über das geistliche Herz des Menschen zusammenfassen:

1) Unser Herz bestimmt unser Handeln
In Sprüche 4:23 steht, dass “alle Quellen des Lebens aus unserem Herzen entspringen“. Jesus sagt mehrmals (u.a. in Markus 7:21), dass aus unserem Herzen böse Dinge hervorkommen und dass “was aus dem Mund kommt” in Wirklichkeit dem Herzen entspringt (Matth. 15:18).

2) Unser Herz ist böse, hinterlistig und verdorben
Paulus sagt in Römer 7: “Ich weiß, dass in mir nichts gutes ist“. In Jeremia 17,9 steht: Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen? Jesus sagt, dass “aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen.” (Matth.15:19).

3) Wir können unser Herz nicht selbst erforschen, nur Gott kann das.
Wir sind uns selber nicht im Klaren, wie böse unser Herz wirklich ist. Deswegen haben wir auch Schwierigkeiten, die oben genannten Verse zu glauben. Wir halten uns für besser, als wir eigentlich in Gottes Augen sind. In Jeremia 17:9 steht, dass “niemand es erforschen kann” und in Vers 10 steht, dass “Ich, der Herr, erforsche das Herz“. Paulus sagt in 1. Korinther 4, dass er weder dem Urteil anderer Menschen, noch seinem eigenen Urteil vertraut, weil der Herr es ist, der “die Ratschläge der Herzen offenbaren wird“. David wusste das auch, er war ein Mann Gottes und trtozdem war er imstande, Ehebruch zu begehen und einen unschuldigen Mann zu ermorden. Daher sagt er in Psalm 139:23f “Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Wege!” David hat aus seiner Erfahrung gelernt und vertraut nicht mehr seinem eigenen Urteil.

Was folgt daraus für unser Leben?
Wir haben ein Problem: Alles was wir tun, wird von unserem Herzen bestimmt, das Herz ist aber durch und durch böse und hinterlistig und wir wissen das noch nicht einmal. Wir haben wirklich ein Problem. Wir brauchen einen Erretter, jemand der sich unser erbarmt und uns von uns selbst errettet. Wir sind dadurch so abhängig von Gott, von seiner Offenbarung und seiner Gnade. Wenn Gott uns nicht unseren Herzenszustand offenbart, werden wir niemals von dieser Wahrheit überzeugt sein. Und wenn Gott uns nicht Gnade gibt, dann werden wir niemals ein heiliges Leben leben können. Jegliche Selbstanalyse von unserem geistlichen Zustand wird damit lächerlich. Auch wenn andere uns analysieren oder wenn wir andere beurteilen, so ist dieses Urteil wertlos, weil kein Mensch das Herz eines anderen Menschen erforschen kann. Deshalb mahnt Paulus uns auch, dass wir nicht vor der Zeit richten und beurteilen sollen, bis der Herr kommt und das selber erledigt (1. Kor 4:5). Du verurteilst andere Christen? Du kannst ihr Herz erforschen? Du spielst ein gefährliches Spiel, denn du gibst vor, etwas zu tun, was nur Gott tun kann. Das einzige, was uns hilft, ist Gnade. UNd wie bekommen wir die? “Den Demütigen gibt er Gnade“, steht in 1 Petrus 5 und im Jakobusbrief. Der Weg der Demut ist der einzige Weg, um mit einem bösen und verkehrten Herzen aufzuräumen. Es ist der einzige Weg, der uns vor uns selber bewahrt.

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Glaubensgrundkurs #12 – DIE FURCHT DES HERRN

Es wird wieder mal Zeit für eine neue Lektion. Diesmal etwas sehr einfaches, die Furcht des Herrn oder auch Gottesfurcht genannt.

Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis, die Dummköpfe (w. “Toren”) verachten Weisheit und Unterweisung – Sprüche 1:7

Jesus sagt: Gott kennen ist ewiges Leben. Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis Gottes. Deswegen ist die Furcht des Herrn so wichtig. Ohne Furcht des Herrn ist es unmöglich Gott wirklich zu kennen. Weitere Verheißungen sind unter anderem ein langes Leben (Spr. 10:27), ein großes Vertrauen in Gott (Spr 14:26), man entgeht den “Fallstricken des Todes” (14:27) unsere Heiligung wird durch die Furcht des Herrn vollendet (2. Kor 7:1) und ein fruchtbarer Boden für Gottes Wundertaten (Apg 2:43). Wenn wir Gott fürchten, wird er uns in seine Geheimnisse einweihen (Psalm 25:14), Gott hat denen, die ihn fürchten, besondere gute Dinge aufbewahrt (= es sind seine Lieblingskinder, Psalm 34:19, Psalm 103:13 und viele andere Stellen) und Gott schaut und achtet ganz besonders auf die, die ihn fürchten (Psalm 33:18). Wenn wir Gott fürchten, wird der Engel des Herrn sich um uns herum lagern und uns aus allen misslichen Situationen und Umständen befreien (Psalm 34:9) und die, die ihn fürchten, ist die Errettung nahe (Psalm 85:9). Ausserdem wird Gott die, die ihn fürchten mit Nahrung und allem anderen Versorgen (Psa 34:11) Continue reading →

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Glaubensgrundkurs #11 – GEISTLICHE UNTERSCHEIDUNG

Ich möchte kurz die wichtigsten Aspekte über geistliche Unterscheidung lehren. Ich beschränke mich nur auf die wesentlichen Aspekte, aber ich bin mir 100% sicher, dass bei jedem, der diese befolgt, das geistliche Unterscheidungsvermögen immens ansteigen wird. Es ist im Grund sehr sehr einfach:

Er leitet die Sanftmütigen (Demütigen / Gebeugten / …) im Recht und lehrt die Sanftmütigen seinen Weg. (Ps 25,9 )

Etwas wörtlicher kann man den Begriff “die Sanftmütigen” mit “die Gebeugten” übersetzen, aber auch ohne dieses Wissen ist schnell klar, worum es geht. Wenn wir uns demütigen, dann wird Gott uns leiten, so lautet das Versprechen, an das Gott sich bindet. Grundsätzlich ist Stolz und Hochmut das Hauptproblem in der Beziehung mit Gott, denn es steht geschrieben: Continue reading →

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Glaubensgrundkurs #10: WORT UND GEIST – WAS STECKT HINTER UNSEREN WORTEN?

Eine Disskussion bei Facebook hat mich zu diesem Eintrag inspiriert. Ich möchte den Zusammenhang zwischen Worten und den dahintersteckenden Geistern erklären. Als Grundlage dienen mir zwei Verse aus der Bibel, einmal von Jesus und einmal von Hiob:

Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, welche ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben; (Joh 6:63)

An wen hast du Worte gerichtet, und wessen Geist ist von dir ausgegangen? (Hiob 26:4)

Jesus sagt das seine Worte Geist und Leben sind, das bedeutet, seine Worte sind mehr als nur das inhaltlich Gesagte. Hiob fragt seine Freunde, die ihn mit ihrer richtigen Theologie fertig machen: Wessen Geist ist von dir ausgegangen? Seine Freunde haben anscheinend die theologisch richtigen Dinge gesagt, aber Hiob hat gemerkt, dass mit der Antwort der “Freunde” etwas nicht stimmt. Deswegen stellt er nicht die Frage nach dem Inhalt der Worte, sondern nach dem Geist der Worte.

Wir sehen allein aus diesen beiden Versen, dass Worte nicht einfach “nur” Worte sind. Mit allem was wir sagen geht ein bestimmter Geist von uns aus. Entweder ist das ein guter Geist, der lebendig macht oder es ist ein Geist, der tötet. Die Worte von Hiobs Freunden bewirkten, dass Hiob nur noch fertiger wurde, sie töten seine Seele. Hiob findet sehr klare Worte über die theologischen Erklärungen seiner Freunde und wir sehen am Ende, dass Gott Hiob (in dieser Sache) Recht gibt und seine Freunde richtet. Wir lesen von Delilah, dass ihre Worte Simsons Seele sterbensmatt machten (Richter 16:16). Warum passierte das? Warum war Simson so verblendet, dass er tatsächlich sein Geheimnis verriet? Weil hinter ihren Worten ein ganz bestimmter Geist steckte und dieser Geist bewirkte den Tod in Simson und seine Verwirrung. Continue reading →

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Glaubensgrundkurs #9 – DER LEIB CHRISTI

Ekklesiologie ist eine einfache Sache und leicht zu verstehen, es sei denn man hat den Kopf voll mit Theologie, äh Gift. 99,9% der Menschen lesen die Bibel eher als Bestätigung für bereits bestehende Denkstrukturen (Paulus nennt das dämonische Festungen, da soll mir mal einer vorrwerfen, ich hätte eine direkte Ausdrucksweise…), anstatt um sich vom Wort Gottes überführen zu lassen und es wortwörtlich zu nehmen. Überall da, wo das Wort Gottes nicht mit unserer Erfahrung und Denkweise übereinstimmt, sollten wir besonders aufmerksam lesen, das beim Wort nehmen und unsere Denkweise ändern und Buße tun für unsere falsche Denkweise.

Ein Beispiel ist die Ekklesiologie, auf deutsch “die Lehre von der Gemeinde”. Irgendwie hat sich im evangelikalen Raum die “Lehre von den zwei Gemeinden” eingeschlichen. Da gibt es die eine universale Gemeinde, in der sich alle Gläubigen befinden, ein mystischer und unsichtbarer Leib, der keine wirkliche Bedeutung hat und zum anderen gibt es die Ortsgemeinden, wo all die “christliche Action” stattfindet. Eine Ortsgemeinde ist dann die sichtbare Gemeinde. Ortsgemeinden gibt es viele verschiedene, viele Konfessionen und Denominationen. Meiner Meinung nach ist das Blödsinn und nirgends in der Bibel zu finden. In der Bibel wird die “Gemeinde (Ekklesia) am Ort XY” erwähnt. Dabei bedeutet “ekklesia” die “Herausgerufenen” – das ist im deutschen schwer mit einem passenden Begriff zu übersetzen. Wenn Paulus einen Brief an “die Gemeinde in Ephesus” geschrieben hat, so galt der Brief nicht den Christen, die sich am Tag X in Gebäude/Haus Y getroffen haben. Er galt ALLEN Christen in der Gegend. Allen, die von Christus aus der Welt herausgeholt wurden und jetzt in das Reich des Sohnes versetzt sind – und sich in dem einen Leib Christi befinden… Continue reading →

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Die Erweckung in Argentinien und ihre Lektionen

Ein junger Mann mit Namen Alexander saß mit seinen rebellischen Freunden in einer Erweckungsversammlung in Buenos Aires. Sie waren mit der Absicht gekommen, diese Versammlung zu stören. Aber Gott überführte ihn und er tat Buße. Auf dem Weg nach draußen kam er unter die Kraft des Heiligen Geistes und fiel zu Boden. Daraufhin bekehrten sich alle seine Freunde auch. Zwei von ihnen gingen später mit ihm zur Bibelschule

An dieser Bibelschule sah sich der Leiter Ed Miller vom Geist Gottes geführt, den normalen Lehrbetrieb abzubrechen, damit die gesamte Schule jeden Tag beten könne – dies geschah am ersten Sonntag im Juni.

Alexander, der frühere Rebell, war immer noch im Gebet vertieft, als er lange nach Mitternacht ein seltsames Gefühl wahrnahm, er spürte wie ihn etwas zu Boden drückte. Ein intensives Licht umgab ihn und ein himmlisches Engelswesen erschien ihm und war um ihn herum. Der junge Alexander war so erschrocken, dass er auf der Stelle zur Bibelschule floh.

Der himmlische Besucher verließ ihn jedoch nicht und betrat mit ihm zusammen das Bibelinstitut und nach nur wenigen Momenten kam eine gewaltige Furcht Gottes auf alle Studenten. Sie begannen laut um Buße zu schreien, während Gott sie von ihren Sünden überführte. Continue reading →

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Glaubensgrundkurs #8 – DAS GEISTLICHE HERZ

Diese achte Lektion des Glaubensgrundkurses ist bis jetzt die wichtigste. Es geht um unser unsichtbares Herz und die damit verbundenen Haltungen und Einstellungen, die unserem Denken zugrunde liegen. Es geht um folgende Fragen: Wie bekomme ich ein reines Herz? Wie werde ich von Sünden frei, die ich immer wieder tue? Wie werde ich die Gedanken & Gefühle los, die mich quälen? Warum tue ich immer wieder bestimmte Sünden? Wenn du diese Fragen kennst, dann bitte Gott, dass er dir die Wahrheit hinter diesem Artikel lebendig macht. Es kann dein Leben retten.
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Wiederholung – Wie wird Errettung Wirklichkeit?

Im Glaubensgrundkurs #7 wurde die Bedeutung des Wortes “Errettung” erklärt. Im Glaubensgrundkurs #5 wurde der Zusammenhang zwischen Glaube und Werke erklärt. Diese Lektion ist nochmal eine Wiederholung der beiden Lektionen, weil das so wichtig ist, dass man diese Prinzipien versteht. Continue reading →

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Glaubensgrundkurs #7 – ERRETTUNG

Als nächster Abschnitt des Glaubensgrundkurses möchte ich ein Thema präsentieren, dass in der aktuellen so gut wie gar nicht mehr auftaucht. Der letzte mir bekannte christliche Autor, der in so einer Deutlichkeit über dies Thema geschrieben & gepredigt hatte, war Watchman Nee (Buchtitel: Nicht von dieser Welt, CLV-Verlag und Watchman Nee – Die Errettung der Seele). Dabei ist das Thema im Grunde gar nicht so unbekannt. Es steht sogar in einigen Bibelübersetzungen (Scofield, Elberfelder, teilw. Schlachter) sehr deutlich in den Fußnoten vermerkt. Es geht diesmal nur um ein einziges Wort: “Errettung“. In der Lutherbibel wird dieses Wort oft auch mit Erlösung, Heil oder Seligkeit wiedergegeben, womit wir auch schon beim Hauptproblem sind: Was ist wirklich unter dem Wort “Errettung” (griechisch: “soteria“) zu verstehen und warum ist das so wichtig, dass es in einem Glaubensgrundkurs als Grundlage betrachtet wird? Interessanterweise sind viele Bibelverse, in denen dieses Wort vorkommt für die meisten Christen schwer zu verstehen. Beispiel gefällig? Bitteschön:

Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. (Markus 16:16)

Noch ein weiteres Beispiel, ein klassischer Vers, der nur dadurch “schwierig” wird, dass man nicht genau weiß, was mit “Errettung” gemeint ist: Continue reading →

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